Die Jagd

 

Die Parforceheide und der Stern

Die Umgebung Potsdams wurde von den Hohenzollern seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts als Jagdgebiet genutzt.

Im 16. und 17. Jahrhundert, insbesondere durch die Vorbildwirkung des Lebens am Hofe Ludwigs XIV., verbreitete sich das Parforcejagen und wurde zur Leidenschaft bei den europäischen Fürsten, so auch bei Friedrich Wilhelm I.

Die vorhandenen Jagdanlagen aus der Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm und seines Nachfolgers König Friedrich I. erfüllten jedoch nicht die Bedingungen der Parforcejagd.

Der Stern bei Potsdam, Ausschnitt aus “Plan von der Gegend um Potsdam“, 1786 (Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg)

König Friedrich Wilhelm I. entschloss sich daher, neue Tiergärten für die Parforcejagd anzulegen, einen zu Potsdam und den anderen zu Wusterhausen. Zwischen den Dörfern Neuendorf, Stolpe, Drewitz und Gütergotz (Güterfelde) entstand 1724-1729 etwa 6,5 km vom Potsdamer Stadtschloss entfernt ein neues Jagdgebiet. In den Wald wurden ursprünglich 16 Schneisen (Gestelle) geschlagen, die sternförmig zum Mittelpunkt der Jagdanlage führten.

Im 19. und 20.Jahrhundert wurde die Parforceheide durch Baumaßnahmen (Teltowkanal, Bahnstrecken, Autobahn, Straßen) beschnitten. Schließlich wurden die Wohngebiete Stern, Drewitz und Kirchsteigfeld direkt in die Parforceheide hineingebaut. Die historischen Wege und Schneisen wurden dabei leider ignoriert.

Seitdem ist die „Rest“-Parforceheide eine kleine grüne Insel inmitten des urbanisierten Potsdamer Stadtraums. Sie wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Erkunden Sie es mit Google Maps und danach zu Fuß!

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Unter Ereignisse und Gedanken finden Sie diese Artikel über die Jagd und die Parforceheide:

RUNDGANG → Das Schloss und die Nebengebäude

Der Förderverein Jagdschloss Stern-Parforceheide e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen letzten Teil der Parforceheide und das Jagdschloss mit den Nebengebäuden zu erhalten und für die Bewohner der anliegenden Wohngebiete und interessierte Besucher nutzbar zu machen.